27.01.21

Neurodermitis bei Kleinkindern

Im Kindesalter gehört sie zu den häufigsten Hauterkrankungen: Neurodermitis verlangt den Kleinen einiges ab, wobei ihnen der damit einhergehende Juckreiz wohl das Leben besonders schwer macht. Sie belastet nicht nur die Sprösslinge, sondern stellt auch die Eltern vor eine Herausforderung. Doch die gute Nachricht gleich vorweg: Wenn Neurodermitis bei Kleinkindern auftritt, sind bis zum schulpflichtigen Alter in den meisten Fällen deutliche Besserungen zu konstatieren. Zudem lassen sich vorbeugende Maßnahmen ergreifen und die Symptome mit der richtigen Pflege mildern. Alles Wichtige zum Thema „Kleinkind Neurodermitis“ geben wir Ihnen auf dieser Seite an die Hand.

Neurodermitis beim Kleinkind: Was bedeutet das?

Anstelle einer Neurodermitis wird alternativ auch von einer Atopischen Dermatitis oder einem Atopischen Ekzem gesprochen. Alle Bezeichnungen zielen auf das Gleiche ab. Es handelt sich um eine Hautkrankheit, die auf einer genetischen Veranlagung basiert. Sie beginnt zumeist schon bei Babys oder Kleinkindern, schwächt im weiteren Verlauf aber häufig ab. Betroffen sind ungefähr 13 Prozent der Kleinen. Eine Diagnose wird in den meisten Fällen in der Altersspanne von null bis zwei Jahren gestellt.

Zwar ist Neurodermitis chronisch, aber nicht ansteckend. Die Hauterkrankung gilt bislang als nicht vollständig erforscht. Bekannt ist jedoch ihre genetische Ursache: Die Hautbarriere erweist sich als zu durchlässig, wodurch es durch verschiedenste Einflüsse zu empfindlichen Reaktionen kommen kann.

Stellt ein Mediziner beim Kleinkind Neurodermitis fest, sollte dieser Nachricht nicht mit Resignation begegnet werden. Im Laufe der Jahre weichen die Symptome zumeist zurück und verschwinden bei etwa einem Drittel sogar vollständig. Im Erwachsenenalter treten sie lediglich bei zwei bis drei Prozent auf. Dennoch ist eine regelmäßige Pflege erforderlich, denn trockener Haut muss zumeist ein Leben lang entgegengewirkt werden.

Trockene Haut bei Kleinkindern – ein häufiges Problem

Unabhängig davon, ob beim Kleinkind Neurodermitis als Diagnose gestellt wird oder nicht: Trockene Haut ist in jungen Jahren ein häufiges Problem. Das liegt ganz einfach daran, weil sich die schützende Oberfläche bei den Neugeborenen erst noch vollständig entwickeln muss. Nach der Geburt besitzt die Haut zwar den identischen Aufbau wie bei einem Erwachsenen, ist aber etwa drei bis fünf Mal dünner. Erst im sechsten Lebensjahr gilt sie als komplett ausgeprägt. Da die Oberhaut aber auch dann noch nicht gleichmäßig dick ist, stellen sie mechanische Reize oder UV-Strahlung weiterhin vor Herausforderungen.

Für trockene wie auch empfindliche Haut bei Kleinkindern gibt es mehrere Gründe. Da sie noch recht dünn ist, verliert sie leichter Wasser. In der Konsequenz mangelt es ihr an der nötigen Feuchtigkeit und Elastizität. Daraufhin reißt sie schneller ein. Verschiedene Schadstoffe haben wegen des störanfälligen Säureschutzmantels leichteres Spiel, einzudringen. Hinzu kommt, dass die Haut von Kleinkindern kaum Schweiß und Talg produziert. Letztlich ist die Hautoberfläche im Verhältnis zum Körpergewicht recht groß. Somit trocknet und kühlt sie zusätzlich leichter aus. Dementsprechend liegt ein erhöhter Pflegebedarf vor.

Wenn das Kleinkind Neurodermitis hat: Die typischen Symptome

Neurodermitis Kleinkind: Wie erkenne ich, ob mein Nachwuchs davon betroffen ist? Wenn Sie sich als Elternteil diese Frage stellen, dann können wir mit der Beschreibung der klassischen Symptome Klarheit schaffen. Absolut typisch dafür ist, dass sich die trockene Haut gerötet und teil schuppig zeigt. Dazu kommt ein belastender Juckreiz. Die betroffenen Stellen nässen unter Umständen sogar und sind besonders empfindlich. Je nach Alter betrifft das atopische Ekzem etwas andere Körperpartien. Tritt es bei Babys zunächst insbesondere auf der Kopfhaut, im Gesicht sowie an den Ohren auf, wandert es anschließend weiter.

Neurodermitis lässt sich bei Kleinkindern am häufigsten in den Gelenkbeugen wie den Ellenbogen, den Handgelenken und den Knien feststellen. Es wird daher von sogenannten Beugeekzemen gesprochen. Auch ist eine Neurodermitis beim Kleinkind im Gesicht und dabei insbesondere an den Lippen und an den Augenlidern erkennbar. Weitere Partien sind das Gesäß, der Fußrücken, die Beine und die Hände. Die Haut kann dabei dicker werden und Verkrustungen bilden. Nicht zu vergessen ist, dass die Hautkrankheit in Schüben auftritt, die sich mit beschwerdefreien Phasen abwechseln.

Hautreizungen bedeuten nicht automatisch Neurodermitis bei Kleinkindern

Gerade, weil die Kinderhaut in den ersten Lebensjahren sehr empfindlich ist, sind Reizungen keine Seltenheit. Deswegen muss nicht sofort befürchtet werden, dass ein atopisches Ekzem das Kleinkind ereilt hat. Ein klassisches Beispiel ist der sogenannte Kopfgneis. Er lässt sich leicht mit dem Milchschorf verwechseln. Beide Phänomene sind einander auf den ersten Blick ähnlich. Auf der Kopfhaut bilden sich jeweils gelblich-bräunliche Schuppen.

Der Milchschorf gilt tatsächlich als Vorbote einer Neurodermitis beim Kleinkind. Anders als der harmlose Kopfgneis erscheint er nicht gleich in den ersten Wochen nach der Geburt, sondern erst nach etwa drei Monaten. Anhand dieser Schilderungen zeigt sich, dass nicht jede Reizung Sorgen bereiten muss und eine Dermatitis vorliegt. Empfehlenswert ist es aber in jedem Fall, derartige Signale ernst zu nehmen und sie zu beobachten.

Eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass das Kleinkind Neurodermitis betrifft, besteht etwa dann, wenn sich beide Eltern oder zumindest ein Elternteil damit selbst auseinandersetzen mussten. Ebenso können Allergien ein Indiz sein – umso mehr, falls sie bereits bei älteren Geschwistern bekannt sind. Weist das Kleinkind trockene Haut auf, geht damit ein Juckreiz einher: Kratzt sich der Sprössling aber auffällig oft und über einen längeren Zeitraum hinweg, lässt sich das als Signal verstehen. Das gilt auch dann, wenn immer wieder Ekzeme in Erscheinung treten.

Eltern sollten zudem auf verschiedene Einflüsse achten, die womöglich für eine Verschlechterung des Hautbilds sorgen. Kleidung, spezielle Lebensmittel oder Schwitzen sind gängige Beispiele dafür. Es ist empfehlenswert, bei einem Verdacht einen Arzt aufzusuchen, der Klarheit schafft. Je frühzeitiger die Diagnose Dermatitis beim Kleinkind gestellt wird, umso besser ist das für die gezielte Behandlung.

Neurodermitis Kleinkind: Ursachen, Auslöser und Einflüsse

Für Neurodermitis bei Kleinkindern kann es unterschiedlichste Ursachen geben. Die Grundvoraussetzung für den Ausbruch der Krankheit ist eine genetisch bedingte Störung, welche die Barrierefunktion der Haut betrifft. Ein Mangel bestimmter Eiweiße hat einen fehlerhaften Aufbau der schützenden Hornschicht zur Folge. Somit neigt sie leichter zum Austrocknen und zeigt sich daher bei äußeren Einflüssen umso anfälliger.

Allein die Veranlagung ist noch kein Grund für eine Neurodermitis – sie erhöht aber die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einem Ausbruch kommt. Diesen verursachen zumeist mehrere ungünstige Faktoren. Welche das konkret sind, ist individuell abhängig. Als die gängigsten gelten die folgenden:

  • bestimmte Nahrungsmittel (Eier, Weizen, Soja, Milchprodukte)
  • Allergene (Pollen, Hausstaubmilben, Tierhaare)
  • klimatische Verhältnisse (schwüle Hitze, trockene Heizungsluft)
  • Kleidung, die Irritationen hervorruft
  • Waschmittel
  • psychische Belastung (Stress, Angst)
  • zu übertriebene Körperhygiene

Mit diesen Maßnahmen einer Dermatitis beim Kleinkind vorbeugen

Viele Eltern, die womöglich selbst in jungen Jahren unter Neurodermitis litten oder mit trockener Haut als Kleinkind konfrontiert waren, stellen sich die Frage nach vorbeugenden Maßnahmen für ihren Nachwuchs. Gerade, wenn zumindest einer der beiden Elternteile zur Gruppe der Betroffenen gehört oder Allergien bekannt sind, ist dies sinnvoll. Es gibt durchaus einige geeignete Maßnahmen, um einem möglichen Ausbruch entgegenzuwirken. Da die Krankheit erstmals im Säuglings- oder Kindesalter in Erscheinung tritt, ist der Fokus vor allem auf den jeweils davorliegenden Zeitraum zu richten.

Um beim Kleinkind Neurodermitis möglichst vorzubeugen, wird Müttern empfohlen, ihren Nachwuchs mindestens bis zum vierten Monat ausschließlich über das Stillen zu ernähren. Muttermilch bedeutet die ideale Versorgung für einen Säugling, weil sie alle notwendigen Nährstoffe enthält. Sie wirkt zudem als Schutz vor Allergien. Nach dem vierten Monat lässt sich allmählich Beikost einsetzen.

Als Selbstverständlichkeit sollte ohnehin gelten, dass Eltern das Rauchen vermeiden – nicht nur während der Schwangerschaft, sondern auch nach der Geburt. Der Zigarettenkonsum kann einerseits Entwicklungsstörungen verursachen und erhöht das Risiko für Neurodermitis beim Kleinkind sowie verschiedene Allergien.

Ein atopisches Ekzem vermag auch durch verschiedene Lebensmittel hervorgerufen zu werden. Das liegt daran, da gerade die Kleinen teils empfindlich auf Produkte wie Eier, Nüsse, weizenhaltige Nahrung, Milch oder Säurehaltiges wie Zitrusfrüchte reagieren können. Bestehen bereits Neurodermitis-Fälle innerhalb der Familie, sollte der Nachwuchs vorsichtig und schrittweise an derartige Lebensmittel herangeführt werden. Da Stress ebenfalls zu den potenziellen Auslösern gehört, ist dieser nach Möglichkeit zu minimieren. Das gelingt dadurch, indem die Eltern ihren Sprösslingen viel Aufmerksamkeit schenken und sie beruhigen, wenn sie zahnen, um nur ein Beispiel in diesem Zusammenhang aufzuführen.

Die richtige Pflege, wenn das Kleinkind Neurodermitis hat

Eltern können mit der richtigen Pflege viel dafür tun, um die Symptome bei ihrem Dermatitis Kleinkind zu lindern. Entscheidend ist in jedem Fall, das auch in beschwerdefreien Phasen weiterzuverfolgen – schon allein, um diese Zeiten möglichst auszudehnen und trockener Haut entgegenzuwirken. Eine rückfettende Creme ist dafür unerlässlich. Sie erweist sich als ideale Antwort auf den schnellen Feuchtigkeitsverlust und stärkt die eingeschränkt widerstandsfähige Schutzbarriere.

Wichtig ist hierbei, auf den richtigen Fettgehalt zu achten. Einerseits richtet sich dieser nach dem Zustand der Haut. Dafür gilt folgende Regel: Feucht auf feucht und fett auf trocken. Das bedeutet, dass nässende Stellen einen geringeren Lipidgehalt benötigen – besonders trockene Haut verlangt unterdessen nach einem höheren Fettanteil. Obendrein ist die jeweilige Jahreszeit zu berücksichtigen: Im Winter neigt die Schutzbarriere viel schneller zum Austrocknen, als das im Frühling oder Sommer der Fall ist.

Die ideale Neurodermitis Kleinkind Creme kommt ohne jegliche allergene oder schädliche Inhaltsstoffe aus. Dank ihrer milden und reizarmen Eigenschaften sorgt sie für eine schonende Pflege der Haut. Mit seiner Serie an Produkten für die Kleinsten erfüllt Dermaplan genau diesen Bedarf. Da die Lipid Balance 1 ein Lipidanteil von 15 Prozent kennzeichnet, eignet sie sich für die wärmeren Monate. Mit 30 Prozent enthaltenen Fetten zielt die Dermaplan Lipid Balance 2 auf die Anwendung in der kalten Jahreszeit ab. Die Eltern wenden die Neurodermitis Kleinkind Creme idealerweise zwei Mal täglich – morgens und abends – bei Ihrem Nachwuchs an. Das Auftragen erfolgt unmittelbar nach dem Waschen.

Ob eine schwere oder eine leichte Neurodermitis das Kleinkind betrifft: Die grundlegenden Empfehlungen für das Waschen bleiben gleich. Wie bei der Creme ist auch beim Reinigungsmittel auf milde Eigenschaften zu achten. Das Produkt darf die ohnehin schon empfindliche Schutzbarriere nicht zusätzlich belasten. Eine rückfettende Wirkung ist hier ebenfalls gefragt. Damit kann sich die trockene Haut des Kleinkinds regenerieren, während sie gleichzeitig mit Feuchtigkeit versorgt wird. Herkömmliche Seifen oder Duschgels sind hingegen völlig ungeeignet. Ans Herz zu legen ist an dieser Stelle das Dermaplan Shower Gel for Kids.

Das Baden stellt generell kein Problem dar. Die Voraussetzung dafür ist, dass es eher kurz gehalten wird und die Wassertemperatur bei maximal 36 Grad liegt. So lässt sich die Haut des Neurodermitis Kleinkinds schonend reinigen und auf die anschließende Pflege vorbereiten. Sobald es möglich ist, dürfen Eltern ihren Sprössling aber auch gern duschen. Zu häufiger und langer Kontakt mit Wasser würde womöglich für unnötig trockene Haut beim Kleinkind sorgen. Letztlich richtet sich noch ein Pflegehinweis auf die Neurodermitis Kleinkind Hand: Halten die Eltern die Fingernägel stets kurz, vermeiden sie damit so gut wie möglich, dass sich der Knirps durch Kratzen zu stark an der ohnehin anfälligen Haut verletzt.

Neurodermitis Kleinkind: Häufig gestellte Fragen

Eltern haben viele Fragen, wenn es um das Thema „Dermatitis Kleinkind“ geht. Das ist absolut nachvollziehbar, denn schließlich wollen sie nur das Beste für ihren Nachwuchs. Dazu gehört schließlich auch, dass sie die Symptome dieser chronischen Hauterkrankung lindern oder gar die Risiken für den Ausbruch minimieren möchten. In unserem nachfolgenden FAQ-Bereich greifen wir die am häufigsten gestellten Fragen auf und versehen sie mit den dazugehörigen Antworten.

Ob ein Kleinkind an Neurodermitis erkrankt, ist tatsächlich im Wesentlichen erblich bedingt. Sofern bereits einer der beiden Elternteile davon betroffen war, beträgt das Risiko für den Nachwuchs rund 40 Prozent. Bei bis zu 67 Prozent kann die Wahrscheinlichkeit liegen, wenn schon beide Elternteile darunter gelitten haben. Eine derartige Veranlagung allein bedeutet jedoch längst nicht, dass es zum Atopischen Ekzem beim Kleinkind kommt. Die Kombination mehrerer Auslöser – sogenannter Provokationsfaktoren – ruft die Symptome erst hervor.

Zwischen 30 und 40 Prozent der Kinder mit Neurodermitis reagieren auf bestimmte Lebensmittel mit einem verstärkten Juckreiz. Weizenprodukte, Erdnüsse und Milch sind dabei vorrangig zu nennen. Auch Eier, verschiedenes Gemüse und Obst, Süßungsmittel sowie Farb- und Konservierungsstoffe gehören dazu. Bei manchen Kleinkindern kommt es zu Neurodermitis-Schüben, bei anderen besteht kein erkennbarer Zusammenhang. Ein allgemeiner Rat zu einer speziellen Ernährung ist daher nicht möglich. Es lässt sich aber die Empfehlung aussprechen, das Kind an die genannten Produkte vorsichtig heranzuführen und den Speiseplan bei Auffälligkeiten anzupassen.

Für ein Kleinkind mit Atopischer Dermatitis eignet sich Kleidung aus haufreundlichem und möglichst weichem Material – so etwa Baumwolle, Leinen, Seide oder Viskose. Da durch die Neurodermitis beim Kind Beine und Hals sehr empfindliche Körperpartien sind, sollte das auch bei der Auswahl von Schals und Strümpfen sowie Hosen berücksichtigt werden. Tendenziell ist helle Kleidung gegenüber dunkler vorzuziehen. Einerseits enthält sie weniger Farbstoffe, die Reizungen verursachen können. Andererseits zieht sie Wärme weniger an. Somit schwitzt das Kind nicht so leicht, was seiner Haut zugutekommt. Aus diesem Grund sollten die Sachen gleichzeitig nicht zu eng anliegen.

Im Haushalt mit einem Neurodermitis Kleinkind ist etwa zu berücksichtigen, dass weitgehend auf Teppichböden, textile Tapeten und ähnliche Komponenten verzichtet wird, die viel Staub binden. Die Raumtemperatur sollte sich idealerweise im Bereich von 18 bis 20 Grad bewegen und tägliches Lüften zu einem angenehmen Klima beitragen. Die Bettwäsche lässt sich durch spezielles Reinigen von Milben befreien. Besteht sie aus Baumwolle, erweist sie sich als besonders hautfreundlich.